Ledersohle oder Gummisohle?

Schuhe mit Lederboden sind allgemein formstabiler, reparaturfreundlicher und robuster als Schuhe mit Gummiböden. Zudem verbessert die Ledersohle das Schuhklima, da der Fußschweiss - je nach Schuhkonstruktion - auch von der Ledersohle aufgenommen werden kann. Immerhin befinden sich am Fuß etwa ein Drittel aller Schweißdrüsen des Körpers, eben so viele wie an den Händen, unter den Achseln oder der Stirn. Der feuchte Schuh Schuh kann zudem auch über die Ledersohle trocknen

 

Eine auf den Lederboden aufgebrachte Gummisohle bringt ein griffigeres Profil und schützt das Leder bei Regenwetter vor Nässe von außen. Allerdings behindert sie das Trocknen der Sohle nach dem Tragen. Lederböden mit aufgebrachter Gummisohle sollte daher unbedingt mehr Zeit zum Trocknen gewährt werden.

 

Ledersohlen sind nach einer kurzen Einlaufphase fast genauso rutschfest wie Gummisohlen. Mit einer kostengünstigen Gummisohle direkt nach dem Kauf können Sie diese Einlaufphase aber auch übergehen.

Sicher einer der Gründe, warum viele Schuhe mit Lederböden schon vom Hersteller mit einer zusätzlichen Gummisohle ausgestattet sind. Manche Hersteller überlassen dem Kunden die Wahl und legen eine Gummi-Schutzsohle gratis zum Schuh dazu. Diese Lösung kombiniert die Vorteile der rutschfesten Sohle mit der Formstabilität, der besseren Reparaturfähigkeit und der verlängerten Haltbarkeit eines Schuhes mit Lederboden. 

 

Unterschiedliche Gummisohlen verleihen dem Schuh auch unterschiedlich neue, zusätzliche Eigenschaften. Da die Sohlen geklebt werden, lassen sich Sohle, Farben und Einsatzzweck beliebig wechseln.


Wann sollte ich bei rahmengenähten Schuhen die Sohle erneuern lassen?


Ledersohle oder Gummisohle
Ledersohle oder Gummisohle?

Wenn Sohle oder Naht abgelaufen sind muss die Ledersohle durch eine neue Ledersohle ersetzt werden.

 

Jede plane, unbeschädigte Ledersohle lässt sich – soweit Verallgemeinerungen bei Schuhen zulässig sind –  mit einer aufgeklebten Gummisohle nachrüsten. Das senkt die Reparaturkosten, da nun nur noch die aufgeklebte Gummisohle ausgetauscht werden muss. Zudem empfinden manche Träger die Gummisohle als rutschfester. Wenn es eine Gummisohle sein soll, sollten Sie die Gummisohle also direkt nach dem Kauf anbringen lassen, wenn Sohle und Nähte noch völlig intakt sind..

 

Verfügt Ihr rahmengenähter Schuh über eine angedoppelte Ledersohle, können Sie den Schuh problemlos einsetzen.  Die Ledersohle bietet für Ihren Fuß das angenehmere Schuhklima, da sie die Trocknung des Schuhes beschleunigt. Das Klima im Schuh ist während des Tages besser, nach dem Tragen trocknet der Schuh schneller. Außerdem haben Sie keinen Ärger mit einer ablösenden Sohle, da die Ledersohle nicht nur geklebt, sondern zusätzlich an den Schuh angenäht ist.

 

 

Was ist besser? Ledersohlen oder Gummisohlen?


 Vorteile der Ledersohle:

  • Besseres Fußklima.
  • Hochwertigere Optik.
  • Guter Laufkomfort.
  • Verhältnismäßig rutschfest
  • Nasse Schuhböden trocknen besser. (mehr...)

Nachteile:

  • Nicht dauerhaft  für starkes Regenwetter geeignet.
  • Nicht ganz so rutschfest wie profilierte Gummisohlen.
Gummisohlen halten nicht länger als Ledersohlen von guter Qualität
Gummisohlen halten nicht länger als Ledersohlen von guter Qualität

Vorteile der Gummisohle 

  • Widerstandsfähiger bei starker Nässe.
  • Besonders rutschfeste, profilierte Ausführungen erhältlich.
  • Schützt die Sohlennaht

Nachteile: 

  • Behindert die Atmungsaktivität und verschlechtert das Schuhklima.
  • Schuhsohle trocknet schlechter.
  • Rahmennaht kann durch schlechtere Durchlüftung sogar vermodern und reißen.


Unser Angebot an Ledersohlen und Gummisohlen

Ein Klick aufs Bild führt direkt zum speziellen Reparatur-Angebot für rahmengenähte Schuhe:


Was passiert, wenn bei rahmengenähten Schuhen die Naht an der Ledersohlenunterseite durch das Laufen angegriffen wird? 


Die Naht, die Sie sehen ist die sogenannte Doppelnaht. Wann und wie stark diese abgelaufen wird, hängt davon ab, wie tief sie im „Riss“ — allgemein gesprochen in der für die Naht eingearbeitete Mulde — in der Ledersohle eingearbeitet ist. Einzig bei „verdeckt“ gedoppelten Schuhen sehen Sie gar nichts von der Naht, nur einen kleine Schnitt im Leder. Hier wird das Leder eingeschnitten, hochkelappt, genäht und anschliessend wird der Riss wieder zugeklappt.

Wie auch immer die Doppelnaht ausgeführt ist: Die Sohle wird sich nicht ablösen. Die Machart ist aus einer Zeit, zu der es noch gar keinen Klebstoff zur dauerhaften Verklebung von Sohlen gab — und trotzdem haben die Sohlen am Schuh gehalten. 


Ist ein Lösen der Ledersohle zu befürchten und ist auch dann noch eine Gummisohle montierbar?

Heute werden die angedoppelten Sohlen zusätzlich verklebt. Selbst wenn die Naht also punktuell durchgelaufen sein sollte, halten die übrigen Nähte und vor allem die Verklebung die Sohle dennoch verlässlich am Schuh. Eine Gummisohle lässt sich fachgerecht dennoch nur am neuen Schuh aufkleben.

 

Nur im ungetragenem Zustand ist die Sohle — und damit die Klebefläche — noch trocken, eben und vor allem sauber. Je länger die Sohle getragen wird, desto mehr Schmutz sammelt sich im Leder und desto unebener wird die Fläche. Um die Sohle dann für eine gute Klebung vorzubereiten, muss die Sohle geradegeschliffen werden, je weiter abgelaufen, desto tiefer muss ins Leder geschliffen werden. Hier würde die Nahtverbindung dann insgesamt, nicht nur punktuell, zerstört.

 

Erfahrungsgemäss hält eine später angebrachte Gummisohle zwar auch auf der abgelaufenen Ledersohle. Im Ergebnis löst sich die Ledersohle dann aber kurze Zeit später komplett vom Schuh, zusammen mit der auf ihr angebrachten Gummisohle.

Wenn Sie eine Gummisohle wünschen, dann sollte Sie unbedingt gleich nach dem Kauf angebracht werden. 


Wann ist die Sohle meines Schuhes abgelaufen?


Die Sohle ist abgelaufen, wenn die Stärke der Sohle an einer Stelle 0 mm beträgt. Wo genau diese Stelle sich befindet, ist von Träger zu Träger unterschiedlich, da dies vom individuellen Gangbild abhängt.

 

Der häufigste Verschleiss findet sich an der Schuhspitze, hier ist in der Regel aber noch keine neue Sohle nötig, das lässt sich mit einer sogenannten Spitzen-Reparatur beheben.

 

Viele Sohlen kommen natürlich auch mit dem berühmten Loch in der Mitte zur Reparatur. Es kommt aber ebenso vor, das die Sohle am Ballen, innen oder aussen zuerst abgelaufen wird.

 

Egal wo: die Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Wo auch immer die Sohle zuerst abgelaufen wird, jetzt ist es Zeit für eine neue. Denn der Unterbau, der nun als nächstes als angegriffen wird, ist weder in der Materialwahl, noch konstruktionsbedingt dafür gedacht darauf zu laufen. Weiterlaufen kann teure sehr aufwändig zu reparierende oder gar irreparable Folgen haben.


Wie sollte ich Ledersohlen pflegen ?


Flexibel, wasserabweisend, schützend, elastisch, antibakteriel, atmungsaktiv, isolierend, dehnbar und reißfest. Leder vereint alles in einem Material.

Gute Ledersohlen – z. B. von Rendenbach – haben Pflege nicht zwingend nötig, weil sie von Haus aus über gute Widerstandsfähigkeit gegen Wasser und Abrieb verfügen. Zu Beginn ist jede Ledersohle natürlich relativ fest und glatt, denn das schöne Narbenbild und die natürliche – unbemalte – Oberfläche sind schließlich der Stolz des Gerbers und des Schuhherstellers.

 

Und für Sie – mit etwas Erfahrung – Gelegenheit, die Qualität des Leders zu prüfen. Festigkeit und Glattheit geben sich nach mehrmaligem Tragen von ganz allein, Sie müssen also nichts weiter tun, als die Schuhe einfach zu tragen. 

 

Die Nachteile von Sohlenöl

  • Ledersohlen werden von der Behandlung mit Öl auch rutschiger.
  • das Öl kann nach kurzer Standzeit Flecken auf Teppichen und Holzböden hinterlassen
  • überschüssiges Öl kann ins Oberleder ziehen und dieses irreparabel beschädigen
  • nach Behandlung mit Sohlenöl kommen für die Reparatur nur noch genähte Ledersohlen in Frage, geklebte Gummi-Sohlen lösen sich nach kurzer Zeit ab
  • auch bei genähten Schuhen kann die Ledersohle sich bis zur Naht lösen, was unschön aussieht
  • Klebungen und Spitzenreparaturen lassen sich nicht mehr ausführen

 Das Bessere ist der Feind des Guten

 

Durch Behandlung mit Sohlenöl werden Ledersohlen, wasserundurchlässiger,  geschmeidiger und halten länger. Soweit die kurze Liste der Vorteile.

 

Aufgrund dieser Nachteile empfehlen wir zur Sohlenpflege SOHLEN TONIC, das über alle Vorteile von Sohlenöl verfügt, aber nicht über dessen Nachteile. Der schnelle Abrieb und die Wasserzügigkeit von schlechten Sohlenledern lässt sich mit SOHLEN TONIC entscheidend verbessern.