Die Schuhmacherei Baumbach und die Nachhaltigkeit

Auf unsere  Berufswahl sind wir tatsächlich ein bisschen stolz, denn jeder reparierte Schuh entlastet die Mülldeponien und verhindert, das ein weiterer Schuh komplett neu hergestellt werden muss.

 

Leider haben wir noch keine Berechnung gefunden, wieviel CO² eine Schuhreparatur gegenüber dem Neukauf einspart, das würden wir (und unsere Kunden) natürlich gerne gegenrechnen...

 

Sicherlich ist jeder Schuh den wir reparieren schon durch den weitaus geringeren Energie- und Materialaufwand ein Teil der Lösung und nicht Teil des Problems. Dennoch verbrauchen auch wir Ressourcen und emittieren dadurch CO². Unseren Fußabdruck haben wir daher mal berechnen lassen:

 

Download
Wo gehobelt wird da fallen Späne.
Den ausführlichen Bericht können Sie hier herunterladen.
ecocockpit Bericht 2022.pdf
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Wenn wir richtig gerechnet haben, "kostet" eine Reparatur oder Schuhanfertigung (ohne Dienstreise und bei guter Auslastung) im Durchschnitt 1,22 kg CO²- Emissionen. Die Produktion eines Sportschuhes verursacht mit  11,3 bis 20 kg CO² (z. B. Vans Old Skool) also eine vielfache CO²-Belastung. (-> wiwo).

 

Dem Bericht haben wir entnommen, das 430 Bäume damit beschäftigt sind, das von uns emittierte CO² zu kompensieren. Da pflanzen wir sicherheitshalber zwar noch ein paar zusätzliche Bäume, schließlich gehen wir gerne im Wald spazieren. Doch geht diese Berechnung davon aus, das unsere Produkte die Umwelt belasten. Tun sie gar nicht. Wir entlasten die Umwelt mit unserer Arbeit:

 

Doppelt genäht hält besser.

Mit unserer Arbeit, dem verhinderten Neukauf durch Wiederverwendung, leisten wir  eine CO²-Reduktion im Gegenwert von 10 Buchen bzw.14 Fichten. Pro Jahr.  -> Bäume benötigen hundert Jahre (wald.de), um diese Menge zu speichern.

 

Auf wald.de findet sich die Faustformel, dass ein Hektar Wald pro Jahr ca. 6 Tonnen CO2 speichert, demnach entsprechen 20-40 Tonnen CO² (je nach CO²Äquivalent der vor der Mülltonne geretteten Schuhe) ca. 3-7 Hektar Wald.

Noch weniger CO²

Unter https://buergerwald-taunusstein.de/ können wir ab im Raum Wiesbaden dem Stadtwald ein bisschen unter die Arme greifen.
Das Wiederbewaldungskonzept wird von Experten gesteuert. Ein gespendeter Setzling kann zum Beispiel ein Bergahorn, Douglasie, Elsbeere, europäische Lärche, Rotbuche, Sandbirke, Traubeneiche oder Waldkiefer sein.
Wir hoffen es wird eine Rotbuche, daraus fertigen wir unsere Leisten für Maßschuhe.

Zusätzlich haben wir begonnen, ein kleines "Firmenwäldchen" zu pflanzen, um unseren geringen, aber dennoch vorhandenen CO²-Ausstoß zu "kompensieren".

Unseren Strom beziehen wir von der Firma Sauber Energie Köln.

Diesem Auszug aus unserer Rechnung können Sie entnehmen, das wir zu 100% Strom aus erneuerbaren Energien verwenden.

 

Strom benötigen wir bei unserer Arbeit vor allem für die Press-, Schleif- und Nähmaschinen. Zwar könnten wir auch diese Arbeiten in Handarbeit ausführen. Doch der Zeitaufwand und damit der Verkaufspreis würden sich stark erhöhen, Schönheit und Qualität nach heutigen Ansprüchen reduziert.